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Asbest

Asbest ist eine Gruppenbezeichnung für natürlich vorkommende, faserförmige Silikate. Da es nicht brennbar ist, wurde es im Bau vielfach als Feuerschutzverkleidung etc. eingesetzt. Seit längerem ist bekannt, daß Asbest sowohl Krebs als auch Asbestose (Vernarbung des Lungengewebes) hervorrufen kann. Es ist nicht brennbar, chemisch beständig, fault und korrodiert nicht und eignet sich somit gut als Isoliermaterial. Die Toxizität von Asbest wird von der Fasergeometrie, der Fasergröße und der Biobeständigkeit beeinflußt, die wiederum von der Asbestart, der Kristall- und Faserstruktur abhängt. Näheres zu Fasern.

Zur Bestimmung der Asbestkonzentration in der Luft wird die Faserabscheidung aus einer bestimmten Luftmenge auf speziellen Filtern gemessen. Mit einem Rasterelektronenmikroskop werden Fasern mit einer Länge von über 5 µm gezählt. Die meisten der inhalativ aufgenommenen und in den oberen Atemwegen zurückgehaltenen Asbestfasern werden z.B. durch Flimmerhärchenbewegungen wieder entfernt. Amphibolasbest weist aufgrund seiner Biobeständigkeit eine sehr lange Beständigkeit in der Lunge auf..

Für Asbest gelten gesetzliche Grenzwerte nach Asbest - Richtlinie. Das Trinkwasser darf bis zu  10 000 Fasern pro  Liter aufweisen. Laut MAK-Liste ist Asbest (Aktinolith, Amosit, Anthophyllit, Chrysotil, Krokydolith und Tremolit) als humankanzerogener Schadstoff (III A1) eingestuft.  Das Bundesgesundheitsamt berechnet bei einer angenommenen Asbestbelastung von 1.000 Fasern/m3 über das ganze Leben eine Sterblichkeit von 10 pro einer Million Personen, die Asbest lebenslang ausgesetzt waren. Für das Mesotheliomrisiko wird bei einer lebenslangen Faserbelastung mit 100 Fasern/m3 ein Risiko von 0,5 bis 2 pro 100.000 Exponierter gerechnet. Das errechnete Risiko für Schüler bei einer Faserbelastung von 1.000 Fasern/m3 liegt, da sie sich ja nur zeitweilig in den Schulen aufhalten, bei 0,02 bis 0,37 pro Million pro Jahr, wenn die kalkulierte Asbestmortalität für das ganze Leben berücksichtigt wird.

Derzeit ist eine erhöhte Sterblichkeit infolge Asbest zu beobachten, die auch noch einige Jahre anhalten wird. Die in den 60er bis 70er Jahren Exponierten bilden erst jetzt in grösserer Zahl Krebs aus.

Asbestprodukte in Innenräumen müssen daher nach Überschreiten bestimmter Asbestfaserkonzentrationen in der Luft entweder entfernt, verfestigt und beschichtet oder räumlich abgetrennt werden. Näheres regelt die Asbestrichtlinie, die gesetzliche Geltung hat.

Bei Asbest unterscheidet man zwischen schwach und fest gebundenen Anwendungen. Während Asbetteile mit der Möglichkeit Fasern freizusetzen als schwach gebundene Teile bezeichnet werden, besitzen fest gebundene Asbestanwendungen kein Faserfreisetzungsvermögen und müssen daher auch nicht sofort saniert werden. Zu den fest gebundenen Anwendungen von Asbest gehören Asbestfaserplatten wie zum Beispiel Wellasbestplatten und die sog. Eternitplatten, die zur Fassadenverkleidung zum Einsatz kamen. Die Firma Eternit lieferte derartige Platten aber auch asbestfrei. Auch die Kernsteinträger von Nachtspeicheröfen gehören zu den fest gebundenen Anwendungen von Asbest und müssen deshalb nicht sofort saniert werden.

Schwach gebundene Asbestanwendungen waren vor allem der sogenannte Spritzasbest. Dieser wurde zur Auskleidung von Räumen verwendet. Auch viele Asbestplatten, die weich und faserig erscheinen, fallen unter die Kategorie schwch gebundener Produkte. Derartige Platten wurden im Brandschutzbereich eingesetzt.

Der Fachmann unterscheidet bei Asbest auch verschiedene Arten, die sich vor allem in ihrer Biolöslichkeit unterscheiden. Neben dem noch relativ "schnell" in Körpersäften auflösendem Chrysothilasbest (Weissasbest) ist vor allem der Blauasbest (Krokydolith-Asbest) von Bedeutung, dessen Biolöslichkeit weit über 20 Jahren Beständigkeit liegt. Die meisten Anwendungen wie Fassadenplatten und Wellasbestdächer enthalten Chrysothilasbest.

Bei der Asbestentsorgung ist auf eine fachgerechte Beseitigung zu achten, ohne dass Fasern freigesetzt werden.

Privatleute dürfen im Rahmen der Asbestrichtlinie kleinere Massnahmen selbst durchführen und den Asbest bei speziellen Annahmenstellen entsorgen. Auch hier sind die Regeln der Asbestrichtlinie zu beachten.

Weitere Infos zu Asbest:

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