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DDT

DDT ist ein schwerflüchtiger chlorierter Kohelenwasserstoff. 1873 erstmals hergestellt, wurden seine guten Eigenschaften zur Insektenbekämpfung 1939 entdeckt. Ciba Geigy erlangte 1940 ein Patent darauf. DDT wird auch heute noch in manchen Ländern in der Landwirtschaft, im Obstanbau und in der Forstwirtschaft eingesetzt.

Unter DDT versteht man ein technisches Gemisch aus 70%  4,4'-DDT, ca. 15% 2,4'-DDT und ca. 5% aus 4,4'-DDD sowie weiteren gering konzentrierten Substanzen. Die Einzelsubstanzen des DDT-Gemisches haben Siedepunkte zwischen ca. 350°C und 450°C und sind sehr hoch chemisch beständig.

Weltweit wurden seit den vierziger Jahren bis 1978 ca. drei bis vier Millionen Tonnen produziert. Im Zeitraum von 1940 bis 1972 wurden schätzungsweise zwei Millionen Tonnen DDT in die Umwelt verbracht, vor allem zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft aber auch zur Malariabekämpfung. Jährlich wurden im Mittel etwa 60.000 Tonnen in die Umwelt eingetragen. In der Bundesrepublik sind die Herstellung, Einfuhr, Ausfuhr, das Inverkehrbringen und die Anwendung von DDT seit Inkrafttreten des DDT-Gesetzes von 1972 verboten. In der ehemaligen DDR wurde DDT hingegen noch bis 1988 eingesetzt. Während DDT in Westeuropa verboten ist, wird es in vielen Ländern der sogenannten Dritten Welt nach wie vor in großem Maßstab verwendet, so z. B. im Baumwollanbau und zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Insekten wie der Malariamücke.

DDT ist relativ schwer flüchtig und in Wasser schlecht, in Fett hingegen gut löslich. Obwohl DDT nur sehr gering wasserlöslich ist, gelangt der Stoff zum Beispiel bei einem Plantageneinsatz in den Boden und mit den Oberflächengewässern in Seen und Meere. Der in den Meeren vorhandene Plankton, welcher das Hauptnahrungsmittel einiger Meerestiere ist, nimmt das DDT hauptsächlich auf und es gelangt somit in die Nahrungskette. Durch die gute Fettbindung reichert es sich in der Nahrungskette  zu hohen Konzentrationen an. In den Ablagerungen von Flüssen und Seen ist DDT häufig 100.000fach höher konzentriert als im Wasser, in Wasserlebewesen manchmal sogar millionenfach. DDT wird durch Lebewesen relativ rasch zu DDD und DDE umgewandelt. Diese Abbauprodukte sind ausgesprochen langlebig und lassen sich fast überall auf der Welt nachweisen.

DDT ist im Tierversuch krebserzeugend. Zur möglichen krebserzeugenden Wirkung beim Menschen gibt es allerdings kein klares Bild. Neuerdings wird DDT auch Einfluß auf den Hormonhaushalt (östrogene Wirkung) zugeschrieben. DDT ist ein Nervengift. In geringen Konzentrationen erzeugt es Übererregbarkeit. Liegen höhere Konzentrationen vor, so kann es zu Lähmungen kommen. Durch die gute Fettlöslichkeit (Lipophilität) von DDT wird es vor allem in den Fettdepots des Körpers abgelagert. Dort bleibt es zunächst recht wirkungslos. Werden aber die Fettdepots, z.B. durch Abnehmen, abgebaut, wird das DDT mobilisiert und kann zu gesundheitlichen Negativerscheinungen führen. Im Tierversuch (die Tiere wurden mit DDT gefüttert) wurde die Ausbildung von Leberkrebs beobachtet, allerdings konnte dies beim Menschen nicht bestätigt werden.

DDT wurde in der ehemaligen DDR unter dem Namen Hylotox 59 weitläufig eingesetzt und ist vor allem dort noch häufig nachweisbar.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat eine täglich tolerierbare Aufnahme von 0,5µg 4,4'-DDT pro Tag und kg Körpergewicht als TDI-Wert (tolerable daily intake; tolerierbare tägliche Aufnahmemenge festgesetzt. Schätzungsweise werden über die Nahrung etwa bis zu 0,1µg/kg und Tag aufgenommen. Daraus lässt sich ein Vorsorgewert von 100ng/m³ für tolerierbare Raumluftkonzentrationen ableiten. Für die Belastung des Hausstaubes und ihre Bewertung existieren wenig Informationen und keinerlei amtliche Vorgaben.

Quelle: u.a.: Greenpeace (http://www.greenpeace.de/)

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