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Konservierungsstoffe in Farben

Konservierungsstoffe in Dispersions-Farben - je weniger, desto besser

Dispersionsfarben für Innenräume haben sich am Markt durchgesetzt und gelten als umweltfreundlich. Diese Wandfarben können jedoch wegen ihres Wassergehalts einen idealen Nährboden für Mikroorganismen bilden. Um einem möglichen Schimmelbefall vorzubeugen, werden den Farben Konservierungsmittel beigegeben. Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Emissionen solcher Konservierungsstoffe in die Innenraumluft untersucht. Ergebnis: Die gemessenen Konzentrationen der in Farben verarbeiteten Wirkstoffe - vor allem Isothiazolinone - können bei sensibilisierten Menschen zu akuten Hautekzemen führen. Deshalb sollten Verbraucher beim Kauf von Dispersionsfarben auf Produkte achten, die das Umweltzeichen Blauer Engel tragen. Damit werden emissions- und schadstoffarme Farben gekennzeichnet, deren Konservierungsmittel-Gehalt begrenzt ist oder die frei von Konservierungsmitteln sind.

In der Zeit von Juni 1999 bis Juli 2000 untersuchte das UBA bei den verwendeten Konservierungsmitteln, ob, in welcher Menge und für wie lange sie aus einem frischen Anstrich in die Raumluft gelangen können. Die getesteten Farben enthielten zum damaligen Zeitpunkt vor allem die Isothiazolinone 2-Methyl-4-isothiazolin3-on (MIT) und 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin (CIT) im Mischungsverhältnis 1:3. Weitere Konservierungsmittel waren so genannte Formaldehydabspalter. Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Verarbeitung der Farben, die Formaldehyd oder Formaldehydabspalter enthalten, sowohl während der Malerarbeiten als auch bis zu zwei Wochen später mit Formaldehyd in der Raumluft gerechnet werden muss. Dies kann zu Schleimhautreizungen besonders an den Augen führen, die Konzentrationen lassen aber schnell nach. Bei Farben mit MIT und CIT wurden in den ersten Tagen nach dem Anstreichen gesundheitlich bedenkliche Konzentrationen festgestellt. MIT und CIT sind stark haut- und schleimhautreizend und gehören zu den bedeutendsten Kontaktallergenen. Sie können bei sensibilisierten Personen selbst durch einen Kontakt über die Luft Hautekzeme auslösen.
Es ist indes möglich, den Konservierungsmittel-Gehalt in Dispersionsfarben zum Schutze der Verbraucherinnen und Verbraucher zu reduzieren. Dies fängt bei der Auswahl qualitativ hochwertiger Rohstoffe an und reicht über deren ordnungsgemäße Aufbewahrung bis hin zum Herstellungsprozess. Darüber hinaus empfiehlt das UBA, nur solche Konservierungsmittel zu verwenden, die die Umwelt und Gesundheit so wenig wie möglich belasten. Für den Einsatz von Konservierungsmitteln in Farben mit dem Blauen Engel müssen die Hersteller ausreichende toxikologische Daten zu den Wirkstoffen bereitstellen. Für Allergiker werden im Handel bereits spezielle Farben ohne Konservierungsmittel angeboten. Da sie jedoch stark alkalisch sind, sollten sie nur mit einem sicheren Haut- und Augenschutz verwendet werden. Sofern diese Sicherheitsregeln beachtet werden, sind solche Produkte für Allergiker eine sinnvolle Alternative.
Der Blaue Engel hat Maßstäbe für ein Renovieren der eigenen vier Wände gesetzt, ohne dabei die Gesundheit und Umwelt unnötig zu belasten. Zu der Produktpalette für Lacke, Paneele, Laminat, Möbel und Holzwerkstoffe kam vor zwei Jahren der Blaue Engel für emissionsarme Wandfarben (RAL-UZ 102) hinzu. Die Anforderungen des Umweltzeichens haben eine deutliche Reduzierung des Biozideinsatzes bewirkt. In den meisten Fällen werden die oben genannten Isothiazolinone (MIT/CIT) in Umweltzeichen-Farben nicht mehr eingesetzt. Zudem muss der Hersteller zu den eingesetzten Konservierungsmitteln ein Info-Telefon für Allergiker einrichten. Die Telefonnummer steht auf jedem Gebinde der Farben mit dem Umweltzeichen.

Weitere Informationen zu FOVs (VOC)

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