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PCSD / PCAD

PCSD / PCAD ist die Sammelbezeichnung für Polychloro-2-(chlormethylsulfonamid)-diphenylether (PCSD) und Polychloro-2-aminodiphenylether (PCAD). PCSD werden von deren Herstellern auch häufig als "Chlorphenylid" bezeichnet.

Abhängig vom Chlorierungsgrad haben derartige Stoffe Siedepunkte zwischen 400 und 600°C. Daten zur Kanzerogenität sind nicht bekannt. Bekannt ist aber, daß die Stoffe eine sehr hohe chemische Beständigkeit (Persistenz) besitzen. Bei thermischer Belastung können aus PCSA/PCAD- Gemischen Verbindungen vom Dioxin- Typus entstehen.

Wegen ihrer insektiziden Wirkung wurden PCSD lange als Textilschutzmittel in Schurwollgegenständen eingesetzt. Auch im Tierpräparationsbereich sind diese Stoffe zum Einsatz gekommen. Die BAYER AG stellte die Produktion derartiger Stoffe (Handelsname EULAN WA NEU, EULAN U33) 1988 ein. Andere Hersteller fertigten oder fertigen diese Stoffe noch unter den Namen MITEX U33, MOTTINE E liquid, MOLANTIN P und MITIN.

In Innenräumen liegen Konzentrationen der Raumluft je nach Aussatttung mit Chlorphenylid - haltigen Materialien zwischen 5 und 50 ng/m³. Im Hausstaub sind Konzentrationen bis zu 200 mg/kg anzutreffen.

Die Toxizität der PCSD / PCAD- Verbindungen wurde zu LD50= 200mg/kg für das Wirkstoffgemisch angegeben, welches in "EULAN WA neu" enthalten ist. PCAD stellen aromatische Amine dar. Für die PCAD - Substanzen ist die Kanzerogenität zwar nicht bekannt, die Stoffgruppe der aromatischen Amine enthält aber zahlreiche kanzerogene Substanzen.
NOEL- Werte sind an Ratten mit 3µg/kg KG*d ermittelt worden. Daraus ergeben sich TDI-Werte um 3µg/kg KG*d. Regulations- oder Vorsorgedaten existieren nicht. PCSD/PCAD sind von der Toxizität aber vergleichbar mit PCP (Pentachlorphenol), Lindan (g-Hexachlorcyclohexan) sowie mit PCB- und DDT- Gemischen.

Bis zum Vorliegen weiterer Erkenntnisse empfehlen wir Hausstaubuntersuchungen, da durch die schwerflüchtige Natur nur sehr geringe Mengen in der Raumluft nachweisbar sind. Unbelastete Stäube haben nach Oberland [1] Gehalte von bis zu 2 mg/kg, belastet Stäube über 10 mg/kg. Im Bereich von 2-10 mg/kg sollte eine Minimierung erwogen werden, wenn Kleinkinder und empfindliche Personen die Räume bewohnen.

Literatur: [1]Zeitung f. Umweltmedizin 1/98

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