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Styrol Toxizität

Toxikologische Daten (Akute Toxizität):

  • LD50 oral Ratte: 2650-5000 mg/kg; LC50 inhalation Ratte: 12 mg/m³/4H
  • Umwelttoxizität: LC50/96-Std.-Werte für Fisch liegen zwischen 1 und 10 mg/l.
  • MAK- Wert nach TRGS 900: 20 ppm (=85 mg/m³); Einteilung in III Kategorie 5
  • LOAEL: 34 mg/m³ in der Raumluft

Styrol wird (genau wie Trinkalkohol / Ethanol) als Stoff mit krebserzeugender und genotoxischer Wirkung eingestuft, dessen Wirkungsstärke jedoch als so gering erachtet wird, dass unter Einhaltung des MAK-Wertes kein nennenswerter Beitrag zum Krebsrisiko für den Menschen zu erwarten ist. Die Einstufung wird gestützt durch Informationen zum Wirkungsmechanismus, zur Dosisabhängigkeit und durch toxikokinetische Daten zum Spezies-Vergleich.

Bei gegenüber Styrol exponierten Bootsbauern (hohe Konzentrationen) zeigte sich eine Störung der DNA-Reparaturfähigkeit in Abhängigkeit von der Dauer der Exposition gegenüber Styrol während des gesamten Arbeitslebens der Probanden. Die Hypothese, dass zentralnervöse Prozesse in Folge der neurotoxischen Wirkung von Styrol die Beeinträchtigung der DNA-Reparatur verursachen wird weiter verfolgt

Stoffwechselverhalten

Styrol wird über die Lunge, den Gastrointestinaltrakt oder die Haut aufgenommen und rasch im Körper verteilt. Die höchsten Konzentrationen können in Leber, Nieren, Fettgewebe und im Gehirn nachgewiesen werden. Der Abbau erfolgt im Stoffwechsel oxidativ über Styroloxid zu Phenylethylenglykol, Mandelsäure, Phenylglyoxylsäure und Benzoesäure. Weitere beim Abbau entstehende Metaboliten sind: 4-Vinyl-phenol und Hippursäure. Nur ca. 2% der aufgenommenen Menge wird über die Lunge, der Rest als Metaboliten über den Harn (Halbwertszeit: bis ca. 13 h) ausgeschieden (Schiwara et al., 1994).

Chronische Toxizität:

Wahrscheinlich entstehen neurotoxische Dauerschäden. Leber- und Nierenschädigung sind nicht eindeutig geklärt. Widersprüchliche Berichte gibt es zur Mutagenität und Teratogenität. Die (D)-Form der Mandelsäure (ein Stoffwechselprodukt von Styrol bei der Umsetzung im Körper) besitzt eine viermal höhere Mutagenität als das Enantiomere.

Cancerogenität (Krebsrisiko):

Für Stoffe der Kategorien 4 und 5 sollte die gesundheitliche Überwachung der mit diesen Stoffen umgehenden Beschäftigten intensiviert werden, da bei Überschreitung der maximalen Arbeitsplatzkonzentration eine Erhöhung des Krebsrisikos möglich und zu vermuten ist. Die Umweltbehörde der USA hatte Styrol in Verdacht, krebserregend zu sein. Dieser Verdacht wird derzeit geprüft. Epidemiologische Studien ergaben bisher keine Hinweise auf ein Krebs auslösendes Potential. In hohen Dosen kann sich Styrol als fruchtschädigend erweisen

Symptome bei Styrolexposition

Reizung der Schleimhäute, Haut, Augen und der oberen Atemwege. Weitere mögliche Wirkungen sind: Schwindel, metallischer Geschmack, Schwäche, Depressionen, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Hirn-, Leber- und Nervenschäden (neurotoxisch). Für Styrol besteht Verdacht auf mutagene Wirkung.

Styrol ist eine entzündliche Flüssigkeit mit einem süßlichen Geruch. Die Flüssigkeit und auch konzentrierte Dämpfe wirken reizend auf und Schleimhäute. Es kann zu Müdigkeit, Brechreiz, Gleichgewichtsstörungen und verlängerten Reaktionszeiten kommen.

Vergiftungssymptome beim Menschen sind Zittern und Kontrollverlust von Bewegungen. Styrol kann bei besonders empfindlichen Personen nach Inhalation Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Tachykardie, Arrhythmie, Hypotonie, Erregungszustände, cerebrale Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit, Schleimhautreizungen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche hervorrufen.

Nach längerem Hautkontakt entsteht eine schmerzhafte Rötung, evtl. mit Blasenbildung.

Nach oraler Aufnahme kommt es zu Leibschmerzen, Erbrechen mit Aspirationsgefahr, Durchfall und resorptiver Giftwirkung wie bei Inhalation.

Therapie

Bei Inhalation: Entfernung aus dem toxischen Gefahrenbereich (Atemschutz), Gabe von Sauerstoff, ggf. Beatmung.

Nach oraler Giftaufnahme: kein Erbrechen auslösen (Aspirationsgefahr), ggf. Magenspülung unter Intubationsschutz; intensivmedizinische Maßnahmen.

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