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Terpene

Der nachfolgende Text wurde gekürzt übernommen aus: U. Kaiser "Gesundheitliche Auswirkungen inhalativer Terpenexposition" (http://www.uminfo.de )


Terpene kommen als natürliche Bestandteile im Harz der Coniferen (besonders der Pinien-Arten) vor. Als flüchtige Stoffe können sie somit aus Fichten- oder Kiefernholz freigesetzt werden. Dominierend sind hierbei die Verbindungen Alpha-Pinen, Beta-Pinen und Delta-3-Caren. Die Abgabe dieser Stoffe kann sich bei der Verwendung von neuen Holzteilen, z.B. Massivholzmöbeln, im Innenraum geruchlich deutlich bemerkbar machen. Bei anderen Holzwerkstoffen (z.B. Spanplatten) sind Terpenemissionen von nur geringerer Bedeutung, da die Stoffe beim temperaturbelasteten Herstellungsprozess weitgehend aus dem Holz verflüchtigt werden.

Eine weitere Quelle für das Vorkommen der Terpene im Innenraum stellt die Verwendung der durch Extraktion/Destillation aus den Hölzern gewonnenen Terpentinöle (Balsamterpentinöl, Wurzelterpentinöl) bei der Herstellung von Lacken und Farben dar. Insbesondere die sog. "Bio-Lacke" können diese Stoffe in höheren Mengen als Lösemittel enthalten und entsprechend auch an die Innenraumluft abgeben.

Die Zusammensetzung der verschiedenen Terpentinöle hängt von den Pinienarten ab, aus denen sie gewonnen werden. Hierbei zeigen sich deutliche Unterschiede in den Massenanteilen der einzelnen Komponenten. In Ullmanns Enzyklopädie der technischen Chemie finden sich über die Zusammensetzung von Terpentinölen (Anteile in Massen-%) u.a. folgende Angaben:

--

Alpha-Pinen

Beta-Pinen

Delta 3-Caren

Limonen

Griechenland

92 - 97

1 - 3

0 - 1

0 - 2

Portugal

75 - 85

15 - 20

 -

ca. 3

UDSSR

40 - 75

4 - 15

10 - 25

0 - 5

Polen

40 - 70

5 - 15

15 - 40

1 - 5

Indien

20 - 40

5 - 20

45 - 70

-

 

Die in Wohnungen bzw. Gebäuden bisher gemessenen Terpenkonzentrationen können für einzelne Substanzen Größenordnungen von mehreren Hundert µg/m3 erreichen. In diesen Räumen kann die Summe der flüchtigen organischen Verbindungen bei 1000 bis 2000 µg/m3 liegen.

Bei toxikologischen Beurteilungen durch Heinzow von der Untersuchungsstelle für Umweltchemikalien (Kiel) wurde gesagt, dass anzunehmen ist, dass selbst in der Summe Werte bis zu 1000 µg/m3 Gesamtterpene möglicherweise ohne gesundheitliche Bedeutung sind.

Die vorliegenden toxikologischen Daten bzw. Studien bilden allerdings keine ausreichende Datenbasis für eine wissenschaftlich abgesicherte toxikologische Beurteilung der gesundheitlichen Auswirkungen erhöhter Terpenkonzentrationen im Innenraum. Insbesondere die Frage nach besonders empfindlichen Personengruppen muss aufgrund der viel zu geringen Zahl der untersuchten Personen in den vorliegenden Studien offen bleiben.

Eine Aussage bezüglich eines Sensibilisierungsrisikos bei dauerhafter inhalativer Exposition ist nicht möglich, da sich in der z.Z. vorliegenden Literatur keinerlei Hinweise finden.

Unter dem Aspekt des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sind solche Terpenkonzentrationen im Innenraum allerdings als nicht akzeptabel zu bezeichnen. Prinzipiell muss für den Innenraum gefordert werden, dass jegliche vermeidbare Chemikalieneinbringung zu unterbleiben hat. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um Stoffe handelt, deren toxikologische Potenz nicht durch hinreichend abgesicherte Untersuchungen bekannt ist.

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